Gammelfleisch und Etikettenschwindel – aus Alt mach Neu…

Es ist schon öfter die Rede davon gewesen: „Altes Fleisch, neu verkauft“. Man würde es nicht für möglich halten, aber offenbar denken Täter immer noch, man erwische sie nicht. Aber hin und wieder – und immer öfter – erwischt man sie. Zurzeit beschäftigt sich die Aargauer Justizbehörde mit einem Strafverfahren gegen Mitarbeiter einer Handelskette. Sie sollen abgelaufene Fleischwaren umgepackt und neu etikettiert haben. Dies gleich 3920-mal. Jede Woche seien die Täter zur Tat geschritten und hätten zudem konventionelles Fleisch als Biofleisch angeboten. Was sagt man dazu? Erstens: Es gibt so etwas wie einen Fälschungsschutz, Sicherheitsetiketten nämlich. Zweitens, sehr post-wirksam: Die Täter an den Pranger stellen und in den Medien publik machen, Pferd und Reiter beim Namen nennen (will heissen: Name der Handelsfirma, Namen der Schuldigen offenlegen). Damit der Fokus eine Weile lang auf solchen Unternehmen gerichtet bleibt.