Nomen est omen

Eine junge Frau hat sich entschieden, keinen Abfall mehr zu erzeugen. Ihr Augenmerk gilt besonders den Verpackungen, die in rauen Mengen im Müll anfallen. Sie hat sich entschieden, keinen Abfall mehr zu erzeugen. In ihren Laden «Foifi» in Zürich, einem Zero- Waste-Geschäft, kommen Kunden, die den Reis und Pasta in Tupperware-Behälter tun, die Festshampoo kaufen, das sich im Wasser auflöst, und für Frauen gibt es Menstruationstassen, um Tampons und Binden zu vermeiden. Sie öffnet ihren Computer und zeigt Bilder, die sie für ihre Vorträge benutzt. Da sind Kopfhörer, dreifach in Plastikhülsen eingewickelt, Mandarinen, die geschält und einzeln verpackt zu kaufen sind. «Wenn ich das sehe, werde ich wütend», sagt sie. Seit sie ihren Job in einer Kommunikationsagentur an den Nagel gehängt und im März 2017 den Laden eröffnet hat, tourt sie durch die ganze Schweiz, um Interessierte zu informieren. «Es sind nicht nur die Amerikaner, die viel Müll produzieren», sagt sie. «In der Schweiz fallen jährlich 24 Millionen Tonnen Abfall an. Ohne Bau- und Sonderabfälle sind das 730 Kilogramm pro Kopf. Nur Dänemark und die USA produzieren mehr Müll.» – Die junge Dame heisst mit Vornamen: Tara. Tara steht für die Differenz zwischen Brutto- und Nettogewicht einer Produkteinheit. Damit ist Verpackung gemeint.