Mikroplastik überall, eine Studie

Bei genauerem Hinschauen lässt sich Mikroplastik zwischen Sand und
Muscheln entdecken. Doch woher stammen die kleinen Kunststoffpartikel?
Welche Mengen werden jährlich in Deutschland emittiert? Diese Fragen
standen unter anderen im Fokus der «Konsortialstudie Mikroplastik». Im Auftrag von Partnern aus der Kunststoffindustrie, Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Forschung hat Fraunhofer Umsicht die letzten zwei Jahre den Wissensstand zu
Mikro- und Makroplastik zusammengetragen. Eine Kurzfassung der Studie mit Fazits und Empfehlungen ist ab sofort kostenfrei erhältlich. Mikroplastik ist nicht immer direkt zu erkennen, man muss den Blick schon etwas schärfen. Doch dann kommen sie nahezu überall zum Vorschein: Kunststoffpartikel, kleiner als 5 mm. So zumindest die weit verbreitete Definition. Allgemeingültig ist sie jedoch nicht zwangsläufig: «Es ist schwierig, den regulatorischen, wissenschaftlichen und kommunikativen Ansprüchen gemeinsam gerecht zu werden. Durch die Abgrenzung der Grösse und Einschränkung auf spezielle Kunststoffe oder Einsatzgebiete wird eine Grenze gezogen, die unter Umständen Problembereiche ungerechtfertigt ein- oder ausschliesst. Eine Definition sollte vielmehr anhand der Umweltwirkung festgemacht werden. Doch dazu reicht der heutige Wissensstand nicht aus», erklärt Jürgen Bertling aus der Abteilung Nachhltigkeits- und Ressourcenmanagement bei Fraunhofer Umsicht, Initiator und Haupt-Autor der Konsortialstudie
Mikroplastik».