3-D Sessel – aus Kunststoffflaschen

Ein Konzept für nachhaltige Möbelstücke hat Moritz Wesseler, Bachelorabsolvent am Fachbereich Architektur der FH Münster, der Münster School of Architecture (MSA), entwickelt. Er hat dazu einen Roboterarm so präpariert, dass dieser grosse Gegenstände in 3-D drucken kann. Als Material will er eingeschmolzene PET-Flaschen nutzen. (Im Bild: Designentwurf eines Sessels, kreiert vom MSA-Masterstudenten Moritz Wesseler.) «Architekten bauen häufig mit endlichen Materialien», sagt M. Wesseler, «Plastikflaschen und Plastikmüll haben wir weltweit aber zu Genüge.» Der Tüftler hat berechnet, dass man einen 3-D-Sessel aus 350 Eineinhalb-l-Flaschen drucken kann. Dafür braucht es natürlich einen speziellen 3-D-Drucker. Wesseler nutzt den Roboterarm mit einem Radius von 85 cm und stattete diesen mit einem Extruder aus. Schicht für Schicht bauen sich so seine Möbelstücke auf. Momentan besteht dieses noch aus Polylactide, einem Plastik aus Maisstärke. «Leider ist das noch nicht so nachhaltig wie zerschreddertes PET, aber es verhält sich von den Eigenschaften her sehr ähnlich.» Drei Stuhltypen hat Wesseler dafür entworfen, mit ähnlichen Grundformen. In einem Online-Konfigurator kann man den jeweiligen Stuhl dann individualisieren.