Die Welt hat ein Müllproblem

Das Special-Interest-Magazin «Brand 1» (immer sehr lesenswert übrigens) thematisiert in der aktuellen Ausgabe das Thema Müll und Recycling. In ihrem Editorial schreibt Gabriele Fischer u.a.: Dass die Welt ein Müllproblem hat, ist offensichtlich. Die Bilder von Inseln aus Plastikabfall auf den Meeren sind allgegenwärtig. Und was die Wohlstandsgesellschaft an Textilien, Lebensmitteln oder Verpackungen entsorgt, reichte in anderen Regionen für ein gutes Leben. Doch Reste sind nicht nur ein Problem, sie sind auch Rohstoff – und Anlass zum Umdenken. Warum zum Beispiel werden in Deutschland gerade mal 36 Prozent der Kunststoffverpackungen recycelt? Weil es bequemer und für manche einträglich war, den Rest nach China abzuschieben. Seit die Chinesen aber den Import gestoppt haben, kommen Pioniere wie Michael Hofmann zum Zug: Er hat eine Art Waschmaschine für Plastikabfälle entwickelt und kämpfte lange ums Überleben – inzwischen empfängt er Delegationen aus aller Welt. Kunststoff-Recycling entwickelt sich zur Boom-Branche, in die selbst Händler wie Lidl drängen. Aber wäre es nicht viel schlauer, Müll gar nicht erst zu produzieren? Einer der Befürworter ist Hans-Georg Böcher (im Bild), Leiter des Heidelberger Verpackungs-Museums. Eine der Ideen zur Müllvermeidung heisst Cradle to Cradle: Wertstoffe sollen von einem Produkt ins nächste wandern, statt auf dem Müll zu landen. Das ganze brandeins- Editorial ist zu besichtigen: Brandeins-Editorial