«Name ist Schall und Rauch», sagt Mephisto in Goethes Faust. Der Schall ist laut geworden: alteingesessene, in der Schweiz beheimatete Markenartikel sollen (müssen per Dekret bald?) umbenamst, Brunnen mit Figuren mit dunkler Hautfarbe und entsprechendem Namen abgerissen werden. Und auch der Schweizer Dialekt (Bärndüütsch) muss wohl bald Abstriche in Kauf nehmen. «Das isch e Mohrerei», gilt als sprachlicher Frevel gegenüber Leuten mit dunkler Hautfarbe, neuerdings «people of color» genannt. (Schon wieder so ein unsäglicher Anglizismus; wann übernehmen wir die englische Sprache zur Gänze, anstatt nur in einzelnen, meist falsch ausgesprochenen und gedeuteten Vokabeln?). Viel Schall und Rauch – alltäglicher, latenter Rassismus lässt sich nicht mit einer Missbilligung von Markennamen, Mundartausdrücken und Brunnenfiguren bekämpfen.