Polifilm und Herma gelingt es erstmals, den Gitterabzug (Matrix), der bei der Produktion von PE-basierten Folienetiketten anfällt, einem echten Recycling zuzuführen. Aus dem Gitterabzug entsteht ein qualitativ hochwertigen Rezyklat, das in die Folienproduktion zurückgeht. In dem Verfahren lassen sich insbesondere die Haftkleber sowie die üblichen Druckfarben mitverarbeiten. Das gewonnene Rezyklat wird vorerst für die Produktion von Baufolien verwendet. Weitere Folienanwendungen sind in Vorbereitung. Im Moment seien jedoch die verarbeitbaren Mengen an Gitterabzügen noch klein; der entsprechende Markt dafür müsse erst entstehen. Für ein Recycling eines PE-basierten Gitterabzugs gab es bislang weder eine wirtschaftlich sinnvolle noch ökologisch überzeugende Lösung; in der Regel wird verbrannt. Für diese Art der Entsorgung müssen Etikettendrucker viel Geld zahlen, nämlich etwa 150 bis 200 Euro pro Tonne. Der Gitterabzug bzw. die Matrix fällt überall dort an, wo Etiketten aus einer Haftmaterialbahn gestanzt werden. Das Recycling des Gitterabzugs, wie von Polifilm praktiziert, ist noch auf PE-Folienhaftmaterial beschränkt. Ein ähnliches Vorgehen sei indes auch bei PP-Folien denkbar.