Nächstes Jahr soll der gute alte Johnnie Walker («still going strong») in einer Flasche aus Papier daherkommen. Dem Vernehmen nach steckt hinter Johnnies Rücken ein Konsortium globaler FMCG-Unternehmen. (Dem besseren Verständnis zuliebe: FMCG ist die Abkürzung von «fast moving consumer goods», auf gut deutsch: schnell drehende Konsumgüter.) Man will also mit einer vollständig kunststofffreien Spirituosenflasche auf Papierbasis im Hinblick auf Nachhaltigkeit punkten. Hallo, richtig gehört? Da wagt man den Sprung vom Glas auf Papier. 2021 soll Johnnie in Papier gekleidet mit seinem locker-flockigen Schritt daherkommen? Glas lässt sich zu hundert Prozent rezyklen. Kunststoff ganz und gar nicht, daher wäre Kunststoff voll daneben, aber möglich. Whisky aus einem Papierbehältnis, rezykelbar. Naja. Ökologisch gesehen, warum nicht. Wie aber steht es um die Organoleptik und um die Gewöhnungsbedürftigkeit? «Slàinte mhath», stossen wir also bald mit einem Papierbecher an? Aber nicht mit einem Malz-Whisky! Johnnie ist halt nur eine «blended».