Nachdem die rot-grüne Regierung der Stadt Uster, ihres Zeichens Vermieterin der Lokalitäten des Graphos, den Mietzins um ein dreifaches erhöhen wollte und nicht bereit war, den gehabten Mietzins beizubehalten, musste Graphos, der lebendige Buchdruck-Erlebnispark im ehemaligen Zeughaus Uster, den Betrieb einstellen. Dies stellt dem Kulturbewusstsein dieser Stadt ein erbärmliches Zeugnis aus; denn die Besucher kamen zu Tausenden. Die Führungen wurden begeistert besucht, und der dazugehörige Saal, für Catering- und Gruppenanlässe bestens geeignet und genutzt, sowie die Druckaufträge, daselbst ausgeführt, deckten die laufenden Kosten. Das Graphos zählte zu den bestausgestatteten Druckmuseen der Schweiz. Die Maschinen (darunter ein Heidelberg-Zylinder und zahlreiche Schnell- und Handpressen anderer Hersteller sowie eine Linotype-Setzmaschine) mussten nach dem rot-grünen Verdikt verschrottet oder ins Ausland abgestossen werden; das Schriftmaterial ging an diverse kleine «Offizien». Wer das Graphos kannte, nimmt dieses Ende mit Kopfschütteln zur Kenntnis. Die Stadt Uster verliert mit dem Graphos ein einmaliges Kulturgut. (Was das Graphos darstellte, lesen Sie im Artikel im Anhang.) –> Verlinkter Artikel