Es ist eine Binsenwahrheit: Werbern verleidet eine Kampagne meistens lange bevor der Kunde daran denkt, etwas Neues zu schalten. Bei den Empfängern (Zielgruppe) einer Werbebotschaft weiss man das nicht so genau, nur so viel: langweilige, auf Repetition ausgerichtete Werbung wünscht man sich umgehend (spätestens beim zweiten Kontakt) ins Pfefferland. Dann gibt es da noch so etwas wie «kultige» Werbung. Zum Beispiel die selbstgestrickte Kampagne der Bettwarenfabrik Wädenswil. Da lacht man auch beim x-ten Male und sagt höchstens «schau mal, schon wieder, er trägt jetzt eine neue Schürze» oder ähnlich, und guckt zum x-ten Male hin. Der Cartoon von Fishburne (s. oben) bringt das «Verleider-Syndrom» (hier des Auftraggebers) so richtig zum Ausdruck und schliesst mit «Let’s also change our packaging, logo and agency». Aber STOP! Beim Packaging ist äusserste Vorsicht geboten bei Änderungen: Wenn die Kundin ihr bevorzugtes Produkt im Regal nicht wiedererkennt oder nicht mehr findet und ergo nicht mehr kauft, geht der Schuss nach hinten los.