Basis für die Papierherstellung ist fast ausschliesslich Holzzellstoff, ob als Frischfaser oder Deinking-Material. Eine andere, noch wenig bekannte Pflanze, könnte nun zu einem neuen Faserstoff-Lieferanten für die Papierherstellung werden: die mehrjährige Energiepflanze «Durchwachsene Silphie». Fraunhofer UMSICHT erstellte für OutNature, Anbieter von Faser- und Papierprodukten auf Silphie-Basis, eine Ökobilanzstudie zu Papier aus Silphie-Fasern. Die Studie habe gezeigt, dass das Silphie-Papier gegenüber dem Zellstoffkarton einige positive Umwelteffekte habe. So seien Ozonabbau und Smogbildung geringer, die Ressourcennutzung von Mineralien und Metallen umweltfreundlicher, und die Landnutzung verbessere sich wegen des hohen Flächenertrags von Silphie. Im Hinblick auf den Verbrauch fossiler Rohstoffe zeige dagegen der Zellstoffkarton Vorteile, insbesondere, weil vor allem regenerative Energie aus der integrierten Zellstoffproduktion zum Einsatz kommt. Anbaurelevante Umweltwirkungen wie Versauerung des Bodens fallen bei Silphie-Papier ebenfalls höher aus als beim Zellstoffkarton, da für den Wald keine Düngung angesetzt werde. Quelle: Ökobilanz: Wie umweltfreundlich ist Papier aus Silphie-Fasern? | LANDfreund online