Verpackungsproduzent DS Smith will erkunden, ob Algenfasern als Rohstoff für Papier- und Verpackungsprodukte verwendet werden können. Wie das Unternehmen mitteilte, könnte DS Smith als erstes der Branche Algen in seinem gesamten Verpackungsnetzwerk als alternative Faserquelle zu Holz einsetzen. Nach ersten Tests untersucht das Unternehmen auch die potenzielle Rolle von Algen als Barrierebeschichtung, die zum Schutz vieler Lebensmittel verwendet werden. Aktuell werden mit mehreren Biotechnologie-Unternehmen Gespräche geführt, um die mögliche Verwendung von Algenfasern in einer Reihe von Verpackungsprodukten wie Kartons, Papierverpackungen und Pappschalen auszuloten. Im Fokus stehen die Festigkeit des Materials wie auch dessen, Belastbarkeit, Recyclingfähigkeit, Skalierbarkeit – und natürlich die Kosten. «Algen können vielseitig verwendet werden, haben einen geringen ökologischen Fussabdruck, sind leicht recycelbar und natürlich biologisch abbaubar», kommentiert Giancarlo Maroto, Managing Director, Paper, Forestry and Recycling bei DS Smith North America. Algen sind in der Industrie ein aufstrebender Markt, wie DS Smith betont. Allein für die europäische Algenindustrie wird bis 2030 ein Wert von fast 11 Milliarden Dollar prognostiziert.