Mogeln via Verpackungsgrösse

Der Trick ist so uralt und rundgelutscht wie ein archäologischer Knochenfund: Weniger Inhalt, gleicher Preis, wenn es darum geht, klammheimlich mehr aus einem Produkt herauszuholen. Sprich: Mogelpackung, vulgär-umgangssprachlich auch als «Shrinkflation» in sprachlichem Gebrauch. Damit soll den Konsumenten mehr Geld aus der Tasche gelockt werden können, ohne dass die es merken. Vermeintlich. Aber ausgeschlafene Konsumentinnen und Konsumenten merken es immer. Die Praxis mit der Mogelpackung ist verpönt – und sucht in Zeiten steigender Preise den Detailhandel immer wieder heim. So kursieren auf Twitter etwa Fotos von Pringles-Dosen, die keine 200 Gramm Kartoffelchips mehr beinhalten, sondern nur noch 165 Gramm. Bei unverändertem Preisschild. Die Mogelgewinnspanne beträgt somit 33 Prozent in die Taschen des Chips-Herstellers.