Das N-Wort

In der Verpackungsbranche geistert das N-Wort seit mehr als zwei Jahrzehnten penetrant herum. Mal als Adjektiv, mal substantivisch. Mal auf Messeständen, sodann in Werbe- und Marketingbotschaften, ja sogar auf Verpackungen selbst. Inflationär und rundgelutscht begleitet uns die Marketing-Worthülse durch den Alltag. Was wird mit dem N-Wort bezweckt? In den meisten Fällen nicht mehr, nicht weniger als Greenwashing, «Grünwaschen». Um sich ein grünes Mäntelchen umzuhängen, um ein umweltfreundliches Image zu erlangen, ohne hinreichende Grundlage. In den allermeisten Fällen seiner Anwendung dient es zur Vorspiegelung falscher Tatsachen. Denn jede Verpackung hinterlässt – wie und aus was sie beschaffen sein mag – immer ihren ungrünen Öko-Fussabdruck und ist mithin alles andere als das, was das N-Wort vorzugaukeln gedenkt. Also, bitte, bitte benutzt das N-Wort nur noch dort, wo es angebracht ist. Im Sinne nachhaltiger Nachhaltigkeit…