News neu verpacken…

Wissen Sie, was News-Deprivierte sind? Auf gut Deutsch könnte man auch «Nachrichtenmüde» oder «Medienabstinenzler» sagen. Es sind die «bad news», die Medienmüdigkeit verursachen. Aufhorchen lässt dabei die Tatsache, dass nicht nur der kleine Bürger medienmüde ist, sondern auch einige der Granden unter der Bundeshauskuppel. So betrug im vergangenen Jahr der Anteil der News-Deprivierten im Bundesrat 14,3 Prozent! (Zitat Masüger.) Alt Bundesrat Ueli Maurer las bekanntlich keine Zeitungen, sondern nutzte mit Vorliebe die Seite 104 des Teletextes. Heute sind es bei der «Normalbevölkerung» gar über 30 Prozent. Um diesen Zustand zu verändern – oder mindestens zu lindern – legt die «Journalisten-Werkstatt» des Fachmagazins «Schweizer journalist:in» den Medienschaffenden ein Studienergebnis nahe: Eine Linderung biete sich mit konstruktivem Journalismus an, «wenn die News insgesamt konstruktiver wird und sich Journalisten neben Problemen auch mit möglichen Lösungen beschäftigen». Dieser Perspektivenwechsel kommt einer Neuverpackung der News gleich. Ein Weg, trotz negativer Hiobs-News das Publikum zu erreichen? Seien wir konstruktiv anstatt die Augen zu verdrehen!