«Versiefte europäische Hauptstadt»

Michael Seidl, Packaging Austria (im Bild), schrieb einen lesenswerten Kommentar, den wir hier gerne gekürzt wiedergeben: «Dieser Herbst hat es in sich. Nicht nur wegen der heranrollenden EU-Verpackungsverordnung. Kaum ein Treffen in der Branche, bei dem nicht darüber gesprochen wird und wurde. Veranstaltungen gab es im September und Oktober zuhauf, wurde doch so manches nachgeholt. Anfang September fand auch die ‹Labelexpo› statt. Man darf sagen, Gott sei Dank zum letzten Mal in Brüssel. Warum? Zum einen haben die subtropischen Temperaturen den Messeaufbau in den Hallen zur Tortur gemacht, und die schlecht funktionierenden Klimaanlagen in den überalterten Messehallen taten ein Übriges. Die Veranstaltung war dennoch, nach der Covid-bedingten Pause, ein voller Erfolg. Was den Aufenthalt in Brüssel aber unerträglich gemacht hat, ist die Metropole selbst. Die ‹europäische Hauptstadt› ist – vom Stadtzentrum abgesehen – versieft, schmutzig und gefährlich. Damit kein Aushängeschild für Europa. Einige Aussteller berichteten von unliebsamen Erlebnissen und Überfällen. Wir blicken also hoffnungsvoll nach Barcelona, dem neuen Austragungsort der ‹Labelexpo›.»