RFID: Metall durch Papier ersetzt

Weniger Abfall durch Einweg-Elektronik. Eine Gruppe von Design-Absolventen des Royal College of Art in London hat einen Weg gefunden, RFID-Etiketten vollständig aus Papier herzustellen, ohne Metall- oder Siliziumkomponenten, um den Abfall von Einweg-Elektronik zu reduzieren. Der Papier-RFID-Tag von PulpaTronics enthält weder Metall noch Silizium. Stattdessen hilft ein Laser. Bislang hat der Papier-RFID-Tag von PulpaTronics die erste Testrunde bestanden, bei der die Technologie die gleiche Leistung wie ein RFID-Kontrolltag auf Kupferbasis zeigte. Im Gegensatz zu herkömmlichen RFID-Tags benötigt das alternative RFID-Design von PulpaTronics kein anderes Material als Papier. Das Unternehmen verwendet stattdessen einen Laser, um einen Schaltkreis auf dessen Oberfläche zu markieren, wobei die Lasereinstellungen so gewählt werden, dass das Papier nicht geschnitten oder verbrannt wird, sondern seine chemische Zusammensetzung verändert wird, um es leitfähig zu machen. Dieser Schaltkreis ist kohlenstoffbasiert; das Etikett kann mit dem Hausmüll genauso einfach recycelt werden wie ein mit Bleistift beschriftetes Blatt Papier.