Getränkeflaschen im Sinkflug

Beeinflusst durch schlechte Wirtschaftslage verzeichnete die Behälterglasindustrie 2023 einen massiven Absatzrückgang um 15,5 Prozent. Sowohl im In- als auch im Ausland sank der Absatz in allen Produktsegmenten deutlich. 2023 war für die Behälterglasindustrie ein herausforderndes Jahr. Der Gesamtabsatz fiel auf 3,89 Millionen Tonnen, ein Rückgang von 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen waren Getränkeflaschen. Hier sank der Absatz um 16,9 Prozent. Die Teilsegmente Bier und Spirituosen sowie Wein und Schaumwein verzeichneten dabei Rückgänge von 20,2 Prozent bzw. 12,7 Prozent. Auch nicht-alkoholische Getränke wie Wasser, Milch und Saft litten unter einem Rückgang von 15,8 Prozent. Das Segment Verpackungsglas für Lebensmittel schloss das Jahr ebenfalls mit einem Minus von 12,3 Prozent ab. Der Hauptgeschäftsführer des deutschen Bundesverbandes Glasindustrie, Dr. Johann Overath, erklärte, dass die erhoffte Markterholung im zweiten Halbjahr 2023 ausgeblieben sei. Trotz der aktuellen Herausforderungen blickt die Industrie optimistisch auf 2024, gestützt durch positive Signale aus dem Ifo-Geschäftsklima-Index. Es wird auf eine spürbare Erholung im 2024 gehofft.